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Statistiken

Die Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland steigt. Nominal gesehen steigen zwar auch die Löhne und die Arbeitslosigkeit geht zurück – dennoch gelten immer mehr Haushalte in Deutschland als verschuldet. Überschuldet zu sein, das bedeutet, dass ein Haushalt seine Schulden über einen längeren Zeitraum nicht aus seinem Einkommen tilgen kann, obwohl der Lebensstandard reduziert wurde. Laut aktuellem Schuldneratlas, einer jährlich durchgeführten Studie von Credit Reform, sollen 6,6 Millionen Menschen über 18 Jahren in Deutschland verschuldet sein; das entspricht einer Schuldnerquote von 9,65 Prozent. Der Zuwachs im Vergleich zum Jahr 2011 beträgt rund 19.000 Personen. Die Statistiken von schulden-bremse.de zeigen Ihnen, wie es mit der Überschuldung in Deutschland bestellt ist und wie sich die Schuldenkarriere der deutschen Haushalte über die Jahre entwickelt hat.

Verschuldung der deutschen Haushalte – die Statistik

schulden-bremse-schuldenstatistikWie Creditreform ermittelt hat, ist trotz guter Konjunkturlage die Zahl der Privatinsolvenzen im Jahr 2012 erstmals seit längerer Zeit wieder gestiegen. Im Juli 2012 meldeten so 8.960 Fälle Insolvenz an, ein Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Rein rechnerisch sind 3,26 Millionen Haushalte in Deutschland verschuldet, viele davon sollen als überschuldet gelten, können ihren Zahlungsverpflichtungen also auch langfristig gesehen nicht nachkommen. Die Zahl der verschuldeten Haushalte steigt demnach im Osten stärker als im Westen. Vor allem jüngere Verbraucher sind es, die sich verschulden. Die Schuldenquote steigt so bei Personen zwischen 20 und 29 Jahren besonders stark an. Dagegen geht die Verschuldungsquote bei den Jugendlichen ab 14 leicht zurück. Einen überproportionalen Anstieg verzeichnen die Autoren der Studie dagegen bei den älteren Verbrauchern, sowohl in der Altersgruppe von 50 – 59 Jahren, als auch bei den 60 – 69jährigen.

Die niedrigsten Schuldnerquoten weisen die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg auf. Schlusslicht der Schuldenstatistik ist dagegen wieder einmal Bremen, wie bereits in den Vorjahren; Berlin und Sachsen-Anhalt folgen auf den unteren Plätzen.

Ursachen für private Schulden

Die Autoren des SchuldnerAtlases sehen die Ursachen für steigende private Schulden in erster Linie in einem überzogenen Konsumverhalten. Ratenkredite sind so verlockend wie beliebt, die Null-Prozent-Finanzierung vieler Kaufhäuser verleitet die Verbraucher dazu, kleinere und größere Anschaffungen auf Pump zu tätigen. Häufige Ursachen sind zudem Scheidung und Trennung oder Verdienstausfall durch lange Krankheit. Arbeitslosigkeit oder eine nicht erfolgreiche Selbständigkeit gelten dagegen nur selten als Ursache der Überschuldung.

Statistiken für Berlin

Besonders arg sieht es in Berliner Haushalten aus: Laut Schufa haben die Bürgerinnen und Bürger in der Hauptstadt die meisten offenen Zahlungsaufforderungen. Statistiken zur Schuldenentwicklung in Berlin finden Sie auf den folgenden Seiten bei schulden-bremse.de.

Der Staat als Schuldner

Aber nicht nur die privaten Haushalte leiden zunehmend unter Überschuldung. Der Bund der deutschen Steuerzahler schlägt auch Alarm, wenn er einen Blick auf die deutsche Staatsverschuldung wirft. Mit fast 2 Billionen Euro stehen Bund und Länder bei Ihren Gläubigern in der Kreide. Der Staat hat dabei dasselbe Problem, was auch private Schuldner belastet: Das Einkommen ist einfach zu gering, um alle Ausgaben zu decken. Für einen Staat gestaltet sich aber sowohl eine Erhöhung des Einkommens als auch die Reduzierung der Kosten schwierig: Für mehr Einnahmen müssten Steuern erhöht oder neue Steuern erlassen werden – eine Handlung, die Wähler nicht begrüßen. Für geringere Ausgaben müssten Sozialversicherungen und andere Sozialleistungen zurückgefahren werden; auch dies ist den Bürgerinnen und Bürgern nur schwer zu vermitteln.

Die Schulden des deutschen Staates wachsen daher rasant an. Wie sich der Schuldenberg in den letzten Jahren entwickelt hat, zeigt Ihnen unsere Statistik auf schulden-bremse.de.

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