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Pfandleihhaus

Ein Pfandleihhaus folgt einer alten Tradition, die es in Deutschland bereits seit dem Jahr 1618 gibt und die sich bis zum heutigen Zeitpunkt erhalten hat. Die Funktionsweise einer Pfandleihe ist relativ einfach: Wer beispielsweise einen Liquiditätsengpass überbrücken muss, kann in ein Pfandleihhaus gehen und dort Wertgegenstände gegen Bargeld eintauschen. Der Unterschied zum Verkauf liegt darin, dass die Gegenstände wieder eingelöst werden können und die Pfandleihe damit ein Kreditgeschäft darstellt.

Pfandleihhäuser sind heute größtenteils in privater Hand

Wer ein Pfandleihhaus sucht, wird heute hauptsächlich privat betriebene Häuser finden, da sich der Staat mittlerweile immer mehr aus diesem Geschäft zurückzieht und es wirklich nur noch sehr wenige öffentliche Leihämter gibt. Der Unterschied zwischen einem privaten und einem öffentlichen Pfandleihhaus besteht vor allem in den Kosten. Während ein öffentliches Leihamt lediglich 1% Zinsen pro Monat der Leihe berechnet, müssen private Pfandleihhäuser diese Grenze nur bis zu einem Warenwert von 300 Euro berücksichtigen. Bei höheren Leihsummen können sie auch höhere Zinsen und Kostenaufwendungen verlangen. Die Zinsen für den Pfandkredit sollten Verbraucher unbedingt beachten, um am Ende nicht horrende Leihkosten zahlen zu müssen und in eine neue Schuldenfalle zu tappen.

Wird das Pfand innerhalb einer gewissen Zeit nicht wieder ausgelöst oder der Pfandleihvertrag verlängert, darf der Pfandleiher die Pfandgegenstände veräußern und den Gewinn behalten.

Pfandleihhäuser gibt es auch im Internet

Mittlerweile hat sich auch im Internet ein kleiner Stamm von Pfandleihhäusern gebildet, über die eine entsprechende Pfandleihe abgeschlossen werden kann. Dort wird oftmals mit sehr attraktiven Angeboten geworben, in denen dem Kunden bis zu 70% des Pfandwertes ausgezahlt werden sollen, obwohl der normale Satz bei lediglich 50% liegt. Natürlich gibt es unter diesen Angeboten auch immer etwas unseriösere Alternativen, jedoch kann sich ein entsprechender Vergleich der Konditionen lohnen, denn bereits kleine Unterschiede der Zinskonditionen bringen unter Umständen große finanzielle Unterschiede mit sich.

Ein Pfandleihhaus bringt unkomplizierte und schnelle Liquidität

Wer sich für eine Pfandleihe interessiert, kann damit wirklich schnell und unkompliziert Bargeld erhalten, muss sich jedoch auch im Klaren darüber sein, dass diese Art Kredit vergleichsweise teuer ist. Ein Pfandleihhaus sollte man deshalb nur im Notfall aufsuchen und nicht, um sich einen Wunsch zu erfüllen, denn dafür gibt es weitaus günstigere Finanzierungsalternativen. Um kleinere Liquiditätsengpässe zu überbrücken und Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, ist das Pfandleihhaus dagegen durchaus zu empfehlen.